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Wegen Überforderung zertrampelt.

Schon zu meinen Anfängen des Bloggens anno dazumal bewunderte ich die Menschen, die so frei aus der Seele heraus schreiben konnten. Blogs schossen damals aus dem Nichts heraus. Inzwischen scheint das Bloggen immer mehr zu verschwinden, dafür sind Instagram und dergleichen der Hit. Aber mir fehlen die Blogs voller Gedanken, Gefühle und Erlebnisse der Schreiber. Nur noch sehr, sehr wenige Blogs geben einen Einblick in die Seele der Menschen. Aber gerade die mag ich am liebsten. Was geht den Menschen im Kopf herum, was berührt und bedrückt die? Wie gestalten sie ihren ganz normalen Alltag? Schade, daß so viele Ehemalige ihre Blogs verlassen oder gelöscht haben. Wie klasse wäre es, wenn noch mehr alte Blogfreunde wieder in die Tasten hauen würden und mitmachen. Gedanken sind es wert, ein Zuhause zu bekommen. Es macht Freude, sie zu teilen. In der Mode kommt alles irgendwann wieder zurück, sagt man. Vielleicht auch in Bloggerland? Der erste Schritt ist der schwerste. Aber wenn es läuft, läuft es. Meine Finger beginnen schon jetzt wieder, die Tasten zu suchen. Meine Gedanken und Gefühle möchten ein Gesicht erhalten. Beachtet werden. Nicht weggewischt mit einer genervten Handbewegung. Oder wegen Überforderung zertrampelt. Wir sind da, wir sind real, wir sind ein Teil von dir, sagen sie. Ich bin da, ich höre euch zu, sage ich.

Nickname 18.07.2021, 17.08

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Kommentare zu diesem Beitrag

6. von BergfalkeR

Zwei Bloggerinnen, von "früher" sind gestorben. Von anderen habe ich Abstand genommen. Aber Du hast recht, dass viele nicht mehr bloggen. Das mit dem "Seelenstriptease" ist so eine Sache. Manchmal wird man ziemlich angefeindet. Da überlegt man sich zwei mal, was man öffentlich schreibt.

vom 19.07.2021, 18.47
5. von Sonja

Ich mag die Blogs auch am liebsten, wo man etwas über die Menschen ganz persönlich erfährt, gerne auch in Form von Bildern. Aber mittlerweile überwiegen leider die Fashion- und Foodblogs oder was es sonst noch so alles gibt.

Liebe Grüße von Sonja :)

vom 19.07.2021, 17.21
4. von Liz

Vielleicht ist ein Problem auch manchmal die fehlende Zeit - ich versuche dran zu bleiben - dann gibt es zeitweise einfach nur ein paar Bilder, oder weniger Beiträge. Im Moment war es mir auch mal wieder Alles etwas viel! Schön - das Du wieder da bist :-)

Liebe Grüße zu Dir
Liz

vom 19.07.2021, 15.04
3. von 19sixty

Es ist heute so einfach, mal eben ein Foto oder einen Tweet zu posten. In dieser schnelllebigen Zeit macht man sich kaum noch die Mühe, Blogs zu befüllen. Zu Anfang war es die einzige Möglichkeit, sich Anderen mitzuteilen und neue Menschen kennen zu lernen, wenn auch nur virtuell.
Ja, an die Inge aus HH erinnere ich mich gerne. Aber nicht nur an sie. Viele schöne Blogs sind verschwunden.

Liebe Grüße

vom 19.07.2021, 10.37
2. von Johanna

Ich teile deine Worte. Ich habe aber auch einige sterben sehen. Also die Blogs, weil die Menschen dahinter starben. Kann sich noch jemand an Inge erinnern? Sie war immer fröhlich und niemand von uns hätte gedacht, dass sie sterben würde. Der Mann hatte den Blog noch eine zeitlang aufrecht erhalten.
Aber es sind auch viele zu Instagram abgewandert, obwohl ich sagen muss, dass mich das letzten Endes nicht richtig inspiriert. Wenn man jemanden erreichen will, um etwas zu vermarkten, dann ist das wohl ein gutes Medium, aber da man in den Beiträgen keine Links unterbringen kann, mag ich Instagram gar nicht so.

Man sagt ja, gebranntes Kind scheut das Feuer, und nach allem, was ich erfahren musste, nachdem mein Mann verstorben ist, dass die Familie ich quasi überhall hin verfolgt... das klang wie eine Drohung. Da bleibt was hängen.

LG Johanna

vom 18.07.2021, 19.52
Antwort von Nickname:

Ja, die Inge von den Designblogs kannte ich, wenn du sie meinst. Für mich ist Instagram einfach ein Fotoalbum. Aber Texte schreibe ich da nicht. Die negativen Seiten des Bloggens habe ich leider auch zur Genüge erlebt. Liebe Grüße zu dir!
1. von Ocean

Ich finde das super, wie du deine Gedanken und Gefühle in Worte faßt ..lese das sehr gern. Oh ja, sie haben eine Berechtigung und es tut gut, sie ausleben, rausschreiben zu können..geht mir ja genauso.

Die Seelenblogs, wo Menschen auch Persönliches von sich preisgeben, habe ich schon immer mit am liebsten verfolgt. Instagram und all das ..es geht halt so schnell von der Hand, gschwind ein Foto, viele Likes (wie ehrlich gemeint?) ein großer Kreis, scheinbar viel Aufmerksamkeit. Aber .. Quantität ist nicht unbedingt Qualität. Das richtige, "ursprüngliche" Bloggen bedeutet vielleicht auch etwas mehr Aufwand ... und heutzutage soll ja alles schnell gehen..

Auf jeden Fall freu ich mich, dass das Schreiben dir gut tut und Freude macht :)

Liebe Abendgrüße zu dir,
Ocean

vom 18.07.2021, 18.22
  
  
 
   
Coffee and Words

 

Was ist schon ein Wort.

Eine Aneinanderreihung von Buchstaben.

Seltsame Schnörkel aufeinander folgend.

Kaffee, ja, Kaffee ist lebenswichtig.

Mit Milch und Zucker. Schön süß.

Das Leben versüßen.

Gemütlich dasitzen,

den heißen Kaffeebecher in der Hand.

Und die Gedanken laufen lassen. Irgendwohin.

Sollen sie doch!

Was sind schon Gedanken.

Vielleicht so etwas ähnliches wie Worte.

Sie kommen und gehen von alleine.

Okay, eher bleiben sie.

Ich könnte die Gedanken in Worte fassen.

Und sie ein bißchen in den heißen Kaffee tauchen.

Dann erschrecken sie.

Dann gehen sie vielleicht. Tschüß!

Oder ich gebe ihnen einen Platz. Keinen Raum.

Raum haben sie in meinem Kopf genug.

Raus aus meinem Kopf. Rein in das Blog.

Raus aus meinem Kaffee!

    

  

   

   

Was ich mag?

Stundenlang mit dem Löffel im Kaffeebecher kreisen.
Erst kommt der Zucker, dann die Milch in den Kaffee.
Und der Löffel bleibt beim Trinken in der Tasse!
Schon ein bißchen umständlich?
Was mag ich noch?
Schöne Worte, so wie früher.
Kein modernes Deutsch.
Schon gar kein ... wie sagt man? Denglisch?
Altmodisch könnte man das nennen.
Einfache, klare, deutliche Worte.
Fremdworte? Nö. Konnte ich noch nie leiden.
Vielleicht hatte ich auch Angst,
sie falsch einzusetzen.
Ich mag aber sowas von gar nicht Sprechen.
Ich schreibe lieber.
Oder ich habe geschrieben.?Früher.
Ist mir irgendwann und irgendwo
abhanden gekommen.
Wer sucht, der findet. Oder?
Vielleicht finde ich es wieder.
Das Schreiben.
Die Worte.
Fange ich doch einfach
mit Buchstaben an.
Schön aneinanderreihen.
Wie hübsch sie dastehen!
Geht doch!