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Die Gedanken müssen an die frische Luft.

So, nun sitze ich da und habe mir dies schöne Blog eingerichtet. Stundenlang am Design gepuzzelt. Und nebenbei mein Getränk umgeworfen. Nee, kein Kaffee, tatsächlich, aber die braune Brühe hat genug Sauerrei veranstaltet. Zum Glück nicht auf dem Laptop (oder im Laptop …), sondern auf dem Boden und dem Sessel drum herum. Eigentlich hatte ich diese Woche schon die Böden gewischt. Mußte das jetzt sein? Da passe ich extra auf und stelle das Glas nicht zu nah an den Laptop. Dafür zu nah an die Kante des Schreibtisches. Selbst schuld.

Aber das ist gar nicht wichtig. Jetzt sitze ich also da und will das Blog beginnen und weiß nicht, was ich schreiben soll. Ein Blog, das ich mit Worten füllen möchte. Mit Gedanken und Gefühlen. Damit sie irgendwo mal raus können. An die frische Luft. Die Gedanken müssen an die frische Luft. Nein, nicht der Junge. Die Gedanken. Sind sie doch so irre in meinem Kopf drin, vor allem seit dieser unsäglichen Sache, die unsere Welt zum Stehen brachte. Sie drehte sich nicht mehr. Und holpert dabei immer noch herum. Na ja, lassen wir das Thema.

In all den vielen Monaten ist mir klar geworden, daß ich in meinem früheren Leben etwas hatte, das mir abhanden gekommen war. Das Schreiben. Seltsam, war es doch immer so wichtig in meinem Leben gewesen. Von klein auf. Wieso ist es verschwunden? Warum hat es sich vom Acker gemacht? Haben wir uns gestritten? Hm.

Ich beginne also ganz einfach, indem ich versuche, wieder die Buchstaben anzusehen und mich mit ihnen zu versöhnen. Mich ihnen anzunähern. Vielleicht werden wir ja wieder Freunde. Dann können die Buchstaben sich zu Worten formen und meine Gedanken kommen an die frische Luft. Einfach mal machen!

Jaja, ich weiß schon, daß ihr mich kennt. Kein Problem. Ist schon in Ordnung. Ach ja, noch eins. Gendern gibt es bei mir nicht. Ich benutze die schöne, altmodische Mehrzahl aus dem Duden. Der Leser, die Leserin, die Leser. Der Freund, die Freundin, die Freunde. Nichts für ungut. Habt ihr schon mal gemerkt, daß bei der Mehrzahl das die davor steht? 

Nickname 15.07.2021, 14.21

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Kommentare zu diesem Beitrag

5. von Sonja

Schön, wieder von Dir zu lesen! Und mach Dir keinen Stress. Du bist nicht verpfichtet, täglich zu schreiben und in anderen Blogs zu lesen. Mach es so wie es sich für Dich gut anfühlt :)

Liebe Grüße von Sonja

vom 16.07.2021, 15.50
4. von 19sixty

Schön, dass Du wieder zum Bloggen gefunden hast. Viel Spaß beim Schreiben.

Mit dem Gendern habe ich auch so meine Probleme. Ehrlich gesagt, finde ich es blöd. Ich habe mich auch noch nie zurück gesetzt gefühlt, weil nicht "korrekt" gegendert wurde.

Liebe Grüße

vom 16.07.2021, 10.31
3. von BergfalkeR

Das mit der Genderei finde ich absolut nervig. Gibt es auf meinem Blog auch nicht.

Lass Dich von den Buchstaben nicht stressen. Gut Ding will Weil haben

vom 15.07.2021, 18.34
2. von Morgentau

Ja, den Kopf freipusten so ab und an ... das ist so unheimlich wichtig, vor allem in dieser gedankenschweren Zeit.

Ich freue mich auf deine Buchstaben ... Worte .. Gedanken!

In diesem Sinne ... ja, einfach mal machen! :)

Ein lieber Gruß von Frau Morgentau.in ... lach ... :)

vom 15.07.2021, 15.59
1. von Ocean

:) herzlich Willkommen ..so ein schöner Blog. Bei deinen Texten hab ich mich gleich festgelesen und erkenne viele meiner Gedanken wieder... die ja auch oft Karussell fahren und wild durchs Hirn sausen. Da ist so ein Auffangbecken natürlich eine super Lösung, und ich freu mich schon darauf, an deinen Gedanken teilhaben zu dürfen.

Ach ja - das Gendern ist für mich überhaupt kein Thema, und dem "die" ist aus meiner Sicht ja somit auch ausreichend Genüge getan worden ;)

Viel Freude beim Schreiben wünsch ich dir und sende dir liebe Grüße,
Ocean

vom 15.07.2021, 14.56
  
  
 
   
Coffee and Words

 

Was ist schon ein Wort.

Eine Aneinanderreihung von Buchstaben.

Seltsame Schnörkel aufeinander folgend.

Kaffee, ja, Kaffee ist lebenswichtig.

Mit Milch und Zucker. Schön süß.

Das Leben versüßen.

Gemütlich dasitzen,

den heißen Kaffeebecher in der Hand.

Und die Gedanken laufen lassen. Irgendwohin.

Sollen sie doch!

Was sind schon Gedanken.

Vielleicht so etwas ähnliches wie Worte.

Sie kommen und gehen von alleine.

Okay, eher bleiben sie.

Ich könnte die Gedanken in Worte fassen.

Und sie ein bißchen in den heißen Kaffee tauchen.

Dann erschrecken sie.

Dann gehen sie vielleicht. Tschüß!

Oder ich gebe ihnen einen Platz. Keinen Raum.

Raum haben sie in meinem Kopf genug.

Raus aus meinem Kopf. Rein in das Blog.

Raus aus meinem Kaffee!

    

  

   

   

Was ich mag?

Stundenlang mit dem Löffel im Kaffeebecher kreisen.
Erst kommt der Zucker, dann die Milch in den Kaffee.
Und der Löffel bleibt beim Trinken in der Tasse!
Schon ein bißchen umständlich?
Was mag ich noch?
Schöne Worte, so wie früher.
Kein modernes Deutsch.
Schon gar kein ... wie sagt man? Denglisch?
Altmodisch könnte man das nennen.
Einfache, klare, deutliche Worte.
Fremdworte? Nö. Konnte ich noch nie leiden.
Vielleicht hatte ich auch Angst,
sie falsch einzusetzen.
Ich mag aber sowas von gar nicht Sprechen.
Ich schreibe lieber.
Oder ich habe geschrieben.?Früher.
Ist mir irgendwann und irgendwo
abhanden gekommen.
Wer sucht, der findet. Oder?
Vielleicht finde ich es wieder.
Das Schreiben.
Die Worte.
Fange ich doch einfach
mit Buchstaben an.
Schön aneinanderreihen.
Wie hübsch sie dastehen!
Geht doch!