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Ich kann mich selbst auch nicht veräppeln.

Gestern hatte ich mich körperlich im Haushalt so ausgepowert, daß ich heute fix und fertig bin. Also habe ich nur das Nötigste gemacht. In meinem Innenleben ist schon wieder Hab Acht angesagt, denn ich bin morgen eingeladen, etwas zu unternehmen. Ob das zustande kommt, weiß ich noch nicht, aber mein Körper spinnt bereits, seit er die Einladung mitbekommen hat. Ich hasse mich selbst dafür, und ich weiß, daß man das aushalten muß, denn sich für immer und ewig zu verkriechen in der eigenen Burg, das geht gar nicht. Wie schon mal erwähnt, Corona spielt solchen Angst-Menschen in die Karten. Man war über ein Jahr sozusagen eingesperrt, sollte, durfte niemanden treffen, nirgendwo hin, Zuhause bleiben war verordnet, und das ist ganz, ganz übel für Menschen, die sowieso Probleme damit haben, sich zu überwinden, raus in das Leben zu gehen. Da ich gesundheitliche Probleme habe, dann das Seelische dazu kommt, ist es fatal. Es macht einem das Leben verdammt schwer und man neigt dazu, immer nur am Rand zu stehen, und anderen zuzusehen. Das sollte und darf aber nicht sein. Ich versuche also, ohhmmm zu machen und mir vor Augen zu führen, daß es auch ein guter Tag, gesundheitlich, werden kann. Aber das Leben ist, wie es ist. Ich kann mich selbst auch nicht veräppeln. Die Wahrheit schlägt meist doch erbarmungslos zu. So hat jeder Mensch sein Päckchen zu tragen. Oder auch Pakete. So richtig ätzend schwere Pakete. Ein Grund, warum man nie Menschen be- und verurteilen sollte, über die man so gut wie nichts weiß. Man kennt sie nicht, ihre Geschichte, ihr Leben. Das Dahinter bleibt fast immer verborgen.

Nickname 20.07.2021, 15.37

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Kommentare zu diesem Beitrag

5. von Sonja

Mir geht es wie Dir. Ich würde mich am liebsten auch total zurückziehen, weiß aber, dass das nicht gut ist und kämpfe deshalb dagegen an. Ich möchte nicht irgendwann schwerst depressiv in einem tiefen, tiefen Loch landen, wo ich nicht mehr rauskomme. Das will ich einfach nicht. Und so scheint es Dir ja auch zu gehen. Und wenn man das erkannt hat, ist das auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung, auf den man sehr stolz sein kann.

Liebe Grüße von Sonja :)

vom 22.07.2021, 11.43
4. von 19sixty

Bei mir ist es vielleicht nicht ganz so ausgeprägt. Aber mit Einladungen, habe ich vorher auch meine Problemchen. Bin ich erstmal unterwegs, dann ist es gut.
Du glaubst gar nicht, wie gut es mir tut, dass manche Menschen endlich den Abstand halten, den ich schon immer gerne gehabt hätte. Und Niemand ist böse, weil ich ihn an der Haustüre abfertige, weil ich ihn/sie nicht in unsere "Burg" lassen möchte.
Du bist also nicht alleine.

Liebe Grüße


vom 21.07.2021, 08.29
3. von Ocean

Oh ja ..man sollte niemanden "von außen" beurteilen - man kann nicht in den Menschen reinschauen, kennt nicht die Hintergründe, weiß nicht, was für ein Päckchen er trägt und was vielleicht dazu geführt hat, dass er ist, wie er ist.

Was du beschreibst, kommt mir auch sehr bekannt vor! Egal, ob vor "positiven" oder "negativen" Terminen... seufz. Und Schlafen ist dann auch Fehlanzeige vorher. Die Aufregung bestimmt alles. Das können viele nicht verstehen - für sie sind solche Termine, Treffen, Veranstaltungen oder ähnliches "selbstverständlich" oder sie denken da gar nicht groß nach. Ich wüßte gerne, wie man dieses Im Voraus - Denken abstellen kann, überhaupt das zu viele (Nach)Denken und (Vor)Fühlen.

Ich wünsche dir, dass es OK wird morgen .. vielleicht sogar richtig schön ...und besonders dass die Gesundheit mitspielt. Ganz feste Daumendrücker!

Liebe Abendgrüße zu dir,
Ocean

vom 20.07.2021, 20.45
2. von BergfalkeR

Es gibt leider genügend Menschen, die andere verurteilen weil sie nicht so sind, wie die anderen einen gerne hätten. Von diesen Menschen halte ich Abstand

vom 20.07.2021, 20.28
1. von Morgentau

Das ist so wahr, was du schreibst, liebe Ellen. Mir geht es ja ähnlich. Das können sich Menschen, die nicht so ticken, absolut nicht vorstellen. Und so kommt zu all dem Übel noch dazu, dass man es möglichst verbergen möchte, damit ja keiner die Nase über einen rümpfen oder gar blöd anmachen kann. Denn das tut uns weh und beschäftigt uns viel zu sehr ... manchmal ein Leben lang.

Anders zu sein, wenigstens ein kleines bisschen, kostet uns enorme Anstrengung. Ich kämpfe dieser Tage auch aus diesem Grund. Würde ich es jemanden erzählen, würde der sich nur an den Kopf greifen und fragen, wo das Problem ist. Andererseits bin ich manchmal auch froh, wenn mir jemand Mut macht und mich dazu drängt, denn hinterher bin ich erleichtert, dass ich es gepackt habe. Ich weiß, dass du verstehst, was ich meine.

Ein lieber Gruß
Andrea

vom 20.07.2021, 15.58
Antwort von Nickname:

Danke, ja, du verstehst das. Liebe Grüße!
  
  
 
   
Coffee and Words

 

Was ist schon ein Wort.

Eine Aneinanderreihung von Buchstaben.

Seltsame Schnörkel aufeinander folgend.

Kaffee, ja, Kaffee ist lebenswichtig.

Mit Milch und Zucker. Schön süß.

Das Leben versüßen.

Gemütlich dasitzen,

den heißen Kaffeebecher in der Hand.

Und die Gedanken laufen lassen. Irgendwohin.

Sollen sie doch!

Was sind schon Gedanken.

Vielleicht so etwas ähnliches wie Worte.

Sie kommen und gehen von alleine.

Okay, eher bleiben sie.

Ich könnte die Gedanken in Worte fassen.

Und sie ein bißchen in den heißen Kaffee tauchen.

Dann erschrecken sie.

Dann gehen sie vielleicht. Tschüß!

Oder ich gebe ihnen einen Platz. Keinen Raum.

Raum haben sie in meinem Kopf genug.

Raus aus meinem Kopf. Rein in das Blog.

Raus aus meinem Kaffee!

    

  

   

   

Was ich mag?

Stundenlang mit dem Löffel im Kaffeebecher kreisen.
Erst kommt der Zucker, dann die Milch in den Kaffee.
Und der Löffel bleibt beim Trinken in der Tasse!
Schon ein bißchen umständlich?
Was mag ich noch?
Schöne Worte, so wie früher.
Kein modernes Deutsch.
Schon gar kein ... wie sagt man? Denglisch?
Altmodisch könnte man das nennen.
Einfache, klare, deutliche Worte.
Fremdworte? Nö. Konnte ich noch nie leiden.
Vielleicht hatte ich auch Angst,
sie falsch einzusetzen.
Ich mag aber sowas von gar nicht Sprechen.
Ich schreibe lieber.
Oder ich habe geschrieben.?Früher.
Ist mir irgendwann und irgendwo
abhanden gekommen.
Wer sucht, der findet. Oder?
Vielleicht finde ich es wieder.
Das Schreiben.
Die Worte.
Fange ich doch einfach
mit Buchstaben an.
Schön aneinanderreihen.
Wie hübsch sie dastehen!
Geht doch!